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Volkswagen Export
Bj. 05.10.1952
Pastellgrün L 11

Neun Jahre zum Originalzustand restauriert.
2000 wurde sie dann für den Rallyeeinsatz umgebaut.
2001, Umbau auf "Paul-Ernst Strähle" Käfer "Tapferle"
Porsche 356 Motor
58 PS laut Prüfstand
1300 ccm
Nasenkolbenmotor
Hier ist der Bericht aus der Guten Fahrt von Juni 1954

Ernst Strähle junior hatte jn seinem Volkswagen einen 1,3 Porsche-Motor (etwa 60 PS) eingebaut; er wurde hinter Hans Hermann auf Rennsport-Porsche Typ 550 und einem Italiener auf Osca Dritter!

Liebe GUTE FAHRT!
Ich gebe Ihnen einen kurzen Bericht über den VW-Erfolg bei der Mille Miglia (verschiedene Umstände machen ihn besonders interessant):
Der Wagen, genannt "Tapferle", wurde 1948 in Wolfsburg geboren, als CCG mit 130 000 km von uns erworben, als Betriebs-, Versuchs- und Sportwagen mit frisierten Motoren heute insgesamt über 400 000 auf teils schlechtesten Straßen Europas gejagt.
Eine Reihe Klassensiege, Gesamtsiege und Goidmedaillen auf nationalen und internationalen Veranstaltungen hat dieses Wägelchen geschafft. Mein Junior erhielt dafür als einziger bis jetzt das Württ. ADAC-Gausportabzeichen in Gold und besitzt außerdem das silberne ADAC-Sportabzeichen.
Die Fahrer bei der Mille Miglia (zwei Schwergewichtler!: Mein Sohn Paul Ernst und Fabrikant Viktor Spingler aus Winnenden (dicker Herr) als zweiter Fahrer. Transportiertes Lebendgewicht zusammen 4 Zentner.
Warum in der Rennsportwagenklasse (an Stelle der für Spezialtourenwagen)?
Zwölf Stunden vor Start wurde, obwohl drei Wochen vorher die Abänderung des Motors - wie vorgeschrieben -- genauestens gemeldet wurde, den Fahrern eröffnet, daß wegen Veränderung des H u b s der Start nicht möglich wäre. Im internationalen Reglement vom 11. 12. 1953 ist hiervon jedom nichts vermerkt, lediglich die Originalmaße der Zylinderbohrung dürfen nicht mehr als 1 mm vergrößert werden. Dies war nicht der Fall und die 1290 ccm lagen unter 1300 wie vorgeschrieben. So kam es, daß nach heftigstem Protest wenigstens die Beteiligung in der Rennsportklasse angeboten wurde. Ohne Zweifel sind das Interessanteste die Hintergründe.
Wenn man bei der Leistung berücksichtigt, daß ein alter Volkswagen, der baid die 500 000 km-Grenze erreicht hat, gut belastet gegen die neuesten Rennsportwagen kämpfen mußte, die Fahrer die Strecke nur ein einziges Mal (teils bei Nebel) gefahren hatten, so ist mit dem Schnitt von 109,6 km/h gegenüber dem Schnitt des Spitzenfahrers mit 126 km/h klar unter Beweis gestellt, daß dem Durchschnitt liegen, der für einen Tourenwagen gefordert werden kann. Dies ist notwendig, nachdem die Konkurrenz (an der Grenze des unlauteren Wettbewerbs) dem Laien gegenüber mit Schlagworten wie Seitenwind, Schwerpunktlage, Frontantrieb usw. mit neutral getarnten Inseraten operiert.
Wenn diese Fahrten und solche Erfolge auch nicht mehr für die
Entwicklung eines solch fortschrittlichen Wagens wie die des
Volkswagens von besonderer Bedeutung sind, so ist nicht zu
verkennen, daß die Volkswagenfahrer gerne auch von Erfolgen, hören.
Wie mir mein Sohn wiederholt mitteilt, nützt die Konkurrenz
-- insbesondere bei ausländischen Veranstaltungen -- die Werbewirkung der Sportfahrten bis zum äußersten aus.

VW-Händler Ernst Strähle aus Schorndorf
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